
Während die Royal Marines auf Kolguyev weiterhin sowjetische Versorgungseinrichtungen angreifen und die dortige Mobilmachung empfindlich stören, entwickelt sich südwestlich des bisherigen Operationsgebietes eine zweite Lage.
Samstag, 26. September 2026
00:30 — 23:55 Uhr
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Port Ferme, 15.02.1984
Bereits seit mehreren Tagen beobachtet der britische Nachrichtendienst ungewöhnliche Schiffs- und Funkbewegungen im Bereich Port Ferme. Zunächst werden diese Aktivitäten lediglich als Bestandteil der groß angelegten sowjetischen Übungen eingeordnet. Die auf Kolguyev sichergestellten Dokumente verändern diese Einschätzung jedoch grundlegend.
Mehrere Bezeichnungen, Transportnummern und Einheitenkennungen aus den erbeuteten Unterlagen lassen sich mit zuvor abgefangenen Funkmeldungen aus dem Raum Port Ferme in Verbindung bringen. Besonders auffällig ist die wiederholte Erwähnung eines Bereitstellungsraumes, der in den sowjetischen Unterlagen lediglich als „Punkt WEST“ geführt wird.
Noch während die Kämpfe auf Kolguyev andauern, wird ein kleines Team des British Special Air Service in den Raum Port Ferme entsandt. Der Auftrag ist zunächst ausschließlich auf Aufklärung beschränkt. Die SAS soll feststellen, ob zwischen den beobachteten Aktivitäten und den Vorbereitungen auf Kolguyev tatsächlich eine Verbindung besteht.
Im Raum Port Ferme wurden innerhalb kurzer Zeit erhebliche sowjetische Kräfte zusammengezogen. Fahrzeuge, Versorgungsgüter und Infanterie befinden sich in vorbereiteten Bereitstellungsräumen, während im Bereich des Hafens offenbar Material für weitere Verlegungen vorbereitet wird.
Die bisherigen Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass Port Ferme als einer von mehreren vorgeschobenen Sammel- und Umschlagpunkten für eine bevorstehende sowjetische Operation dient.
Im Operationsraum Port Ferme befindet sich eine erhöhte Konzentration sowjetischer Streitkräfte.
Nach derzeitiger Aufklärung handelt es sich überwiegend um Infanterie-, Logistik- und Unterstützungseinheiten, die sich offenbar in Vorbereitung auf eine größere Verlegung befinden. Teile der Kräfte befinden sich bereits in Marschbereitschaft. Fahrzeuge stehen in Kolonnen oder werden in improvisierten Sammelräumen vorbereitet.
Im Bereich der Hafenanlagen wurden wiederholt Transportfahrzeuge, Munitions- und Versorgungsgüter sowie technische Einheiten beobachtet. Es ist davon auszugehen, dass Port Ferme sowohl als logistischer Umschlagpunkt als auch als temporärer Bereitstellungsraum genutzt wird.
Port Ferme und die umliegenden Ortschaften verfügen weiterhin über eine zivile Bevölkerung.
Trotz der erhöhten sowjetischen Militärpräsenz wurden bislang keine groß angelegten Evakuierungen durchgeführt. Zivilisten bewegen sich weiterhin innerhalb der Ortschaften sowie entlang der Hauptverkehrsachsen.
Durch die zunehmende militärische Nutzung des Gebietes sind jedoch einzelne Bereiche für Zivilisten eingeschränkt oder vollständig gesperrt worden.
Im Umfeld militärischer Einrichtungen und des Hafengebietes ist daher mit einer Mischung aus zivilem Verkehr und sowjetischen Sicherungskräften zu rechnen.
Zivile Verluste sind unter allen Umständen zu vermeiden.
Unnötige Gefechte innerhalb dichter besiedelter Bereiche sind zu vermeiden, sofern dies die Auftragserfüllung nicht unmittelbar gefährdet.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherung weiterer Informationen über den bevorstehenden sowjetischen Operationsplan. Dokumente, Karten, Funkunterlagen oder andere verwertbare Informationen sind zu sichern und für die spätere Auswertung mitzunehmen.
Zusätzlich sind ausgewählte Schwerpunktziele der sowjetischen Mobilmachung zu stören oder zu zerstören.
Hierzu zählen insbesondere:
Munitions- und Versorgungslager,
Treibstoffvorräte,
Kommunikations- und Führungseinrichtungen,
Transport- und Schlüsselfahrzeuge,
weitere Anlagen, deren Ausfall eine Verlegung sowjetischer Kräfte verzögern kann.
Verdecktes Anlanden im vorgesehenen Operationsraum
Sammelpunkt beziehen und Einsatzbereitschaft herstellen
Aufklärung der ersten Marschroute sowie möglicher sowjetischer Sicherungskräfte
Beziehen eines Beobachtungspunktes mit Sicht auf die Truppenansammlungen
Aufklären der feindlichen Truppenstärke und Zusammensetzung
Identifizieren von Fahrzeugparks, Versorgungslagern und Führungsstellen
Beobachten und Dokumentieren feindlicher Truppen- und Materialbewegungen
Feststellen möglicher Abmarsch- und Verlegungsrichtungen
Infiltrieren einer feindlichen Führungs- oder Logistikeinrichtung
Sichern von Karten, Befehlen, Funkunterlagen und weiteren nachrichtendienstlich relevanten Dokumenten
Hinweise auf Ziel, Zeitpunkt und Umfang der geplanten sowjetischen Operation feststellen
Gesicherte Informationen für die spätere Auswertung mitführen
Schwerpunktziele innerhalb des Bereitstellungsraumes auswählen und angreifen
Munitions-, Treibstoff- und Versorgungsvorräte sabotieren oder zerstören
Kritische Transport- und Führungsfahrzeuge ausschalten
Kommunikations- oder Führungseinrichtungen nach Möglichkeit außer Betrieb setzen
Anschließend unverzüglich aus dem Zielgebiet absetzen
Über vorbereitete Ausweichroute zum Exfiltrationsraum vorrücken
Feindlichen Such- und Sicherungskräften ausweichen
Sammeln der eigenen Kräfte am Exfil-Punkt
Lande- bzw. Aufnahmezone sichern
Gesicherte Informationen und eigenes Personal vollständig exfiltrieren